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Ösophaguskarzinom

Neuer Therapie-Ansatz entdeckt

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FREIBURG. Beim Ösophagus-Ca könnte eine medikamentöse Strategie erfolgreich sein, die bereits bei Leukämien im klinischen Einsatz ist: Forscher des Instituts für Klinische Pathologie am Universitätsklinikum Freiburg behandelten gesunde und entartete Ösoghagusepithelzellen mit epigenetisch wirksamen Substanzen, die das Erbgut der Krebszellen brüchig machen, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik Freiburg.

Während die gesunden Zellen überlebten, starben die Krebszellen bei der Kombination der Stoffe Entinostat und Azacitidinab ab (Epigenetics 2015; 10:431-45). "Gesunde Zellen haben offenbar noch einen Plan B, also Schutz- und Reparatur-Mechanismen, die bei Krebszellen nicht mehr funktionieren. Das macht die Krebszellen anfälliger", wird Professor Martin Werner am Institut für Klinische Pathologie des Uniklinikums Freiburg zitiert.

Welche Schutzmechanismen bei gesunden Zellen vorhanden sind und bei Krebszellen fehlen, möchten die Forscher als nächstes herausfinden. Azacitidin ist bereits für die Behandlung von Leukämien zugelassen, für Entinostat läuft derzeit die Zulassung in der Krebstherapie, heißt es in der Mitteilung.

In Gewebeschnitten von operativ entferntem Ösophagus-Ca wiesen die Forscher jene Zielstrukturen nach, gegen die die epigenetischen Wirkstoffe gerichtet sind. Auch in Darmkrebs-Gewebe und anderen Tumorarten des Magen-Darm-Trakts ließen sich dieselben molekularen Ziele identifizieren.

Das spräche dafür, dass sich die Erkenntnisse zumindest teilweise auf andere Tumorarten übertragen lassen. "Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass sich daraus ein neuer Ansatz im Kampf gegen Speiseröhrenkrebs entwickeln lässt. Aber klar ist: das ist nur ein erster Schritt und viele weitere müssen folgen", dämpft Lassmann zu große Hoffnungen. (eb)

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