Schmerzen

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Opioide in der Hausarztpraxis – Chronische nicht-tumorbedingte Schmerzen

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 07.06.2005

Hinweise, daß Bakterientoxin bei Migräne hilft

HAMBURG (nie). Der Wirkstoff Botulinumtoxin Typ A (Botox®), der in den vergangenen 15 Jahren für 20 verschiedene Indikationen zugelassen wurde, kann bei Migränepatienten die Kopfschmerzhäufigkeit und Kopfschmerzintensität deutlich verringern. Darauf deuten Daten einer Phase-II-Studie.

Die Studie hat Dr. Ulrich Tiesler vom Unternehmen Pharm-Allergan jetzt auf einer Veranstaltung des Unternehmens in Hamburg vorgestellt. 355 Patienten mit täglichem, chronischem Kopfschmerz erhielten das Bakterientoxin oder Placebo.

Die Injektionen erfolgten an verschiedenen Stellen in die Stirn und in den Nacken. Als primärer Endpunkt wurden kopfschmerzfreie Tage, als sekundärer Endpunkt die Reduktion der Kopfschmerztage um 50 Prozent festgelegt.

Bei dem sekundären Endpunkt hoben sich die Patienten mit dem Toxin deutlich von den Placebo-Patienten ab, berichtete Tiesler weiter. Beim primären Endpunkt seien die Unterschiede dagegen nicht so deutlich gewesen.

Patienten mit Botulinumtoxin nahmen jedoch weniger schmerzlindernde Medikamente ein als Patienten mit Placebo. Die dreimalige Behandlung mit einer Dosis von 260 Einheiten sei gut von den Patienten vertragen worden.

Um die Wirkung von Botulinumtoxin A bei Patienten mit Migräne noch besser zu erforschen, soll sich nun eine Phase-III-Studie anschließen, sagte Tiesler.

Topics
Schlagworte
Kopfschmerzen (512)
Krankheiten
Kopfschmerzen (1653)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »