Ärzte Zeitung, 05.11.2013
 

Kompression

Kleidung zur Schonung der Muskulatur

TWICKENHAM. Kompressionskleidung kann dazu beitragen, die Folgen von Muskelschäden durch Überanstrengung beim Sport zu mindern. Darauf gibt es jetzt erste Hinweise aus einer Metaanalyse.

Von fast 5300 Publikationen konnten britische Sportmediziner letztlich aber nur zwölf Studien für ihre Metaanalyse verwenden (Br J Sports Med 2013; online 11. Juni).

Betrachtet wurden unter anderem Muskelleistung und -kraft sowie das verzögerte Auftreten von Schmerzen. Für die Beurteilung des Effekts wurde nicht der p-Wert benutzt, sondern der Parameter "Hedges'g" berechnet - mit einem Wert von ≤0,40 für einen kleinen Effekt, 0,40 bis 0,70 für einen moderaten und ≥0,70 für einen großen Effekt.

Mit einem Hedges'g-Wert von 0,403 hatte das Tragen von Kompressionsbekleidung einen moderaten Effekt auf verzögert einsetzende Muskelschmerzen. Etwas besser war die Wirkung auf die Muskelstärke (Hedges' g = 0,462) und die Muskelleistung (Hedges'g = 0,487). (ple)

[05.11.2013, 10:07:52]
Dr. Dirk Boujong 
Der kleine Haken an der Sache:
Das Hauptproblem dieses Konzepts bleibt unerwähnt: Bevor man sich mit diesen hautengen Klamotten ins Fitnessstudio traut, muss man so viel trainieren, dass man die Dinger dann eigentlich nicht mehr braucht... zum Beitrag »

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