Ärzte Zeitung, 26.04.2012

Neues Netzwerk für Rheumapatienten in Rheinland-Pfalz

MAINZ (chb). In ganz Rheinland-Pfalz sollen Patienten, die an Rheuma erkrankt sind, schnellstmöglich die richtige Therapie bekommen. Dafür wurde das landesweite Netzwerk Adapthera gegründet.

Hausärzte, die sich aktiv am Screening der Patienten beteiligen und ihre Patienten an die teilnehmenden Rheumatologen überweisen, erhalten nach Angaben der KV eine extrabudgetäre Vergütung.

Ebenso die Rheumatologen. Die anfallenden Kosten werden unter anderem aus einem Fördertopf des Landes im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft bestritten.

Aufgenommen werden in das Netzwerk kann jeder erwachsene Patient, bei dem erste Rheuma-Zeichen auftreten und der noch nicht bei einem Rheumatologen in Behandlung ist. Die Krankenversicherung spielt dabei keine Rolle.

Stellt ein Hausarzt Zeichen einer Rheumatoiden Arthritis fest, soll der Patient innerhalb von zwei Wochen an einen im Netzwerk tätigen Rheumatologen überwiesen werden. Die teilnehmenden Ärzte sind dabei leicht auf der Internetseite www.adapthera.net zu finden.

Hilfe bei der Arztsuche

Außerdem ist die Koordinationszentrale des Netzwerks bei der Arztsuche behilflich. Bestätigt sich die Diagnose, erarbeitet der Rheumatologe gemeinsam mit dem Patienten und seinem Hausarzt einen Therapieplan.

Der Rheumatologe überprüft den Behandlungserfolg alle drei Monate, um die Therapie an den Krankheitsverlauf anzupassen.

Bei Adapthera sollen die rheumatologischen Schwerpunktpraxen, das Sana Rheumazentrum in Bad Kreuznach und die KV die lückenlose Versorgung sicherstellen. Die Hausärzte sowie die Rheumaliga sollen helfen, betroffene Patienten ausfindig zu machen und zur Teilnahme zu motivieren.

Die Uni Mainz sowie der Verein AIRA forschen begleitend an neuen Tests und Behandlungsformen. Gefördert wird das Netzwerk außer vom Land auch von forschenden Pharma- sowie Diagnostik- und Biotechfirmen und Privatpersonen.

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