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Forschung

Was Nanopartikel von Grippeviren lernen können

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REGENSBURG. Bislang verlieren Nanoteilchen, die zum Transport von Arzneimitteln in Körperzellen eingesetzt werden, in komplexen Gewebestrukturen die Orientierung, heißt es in einer Mitteilung der Uni Regensburg. Ein Forscherteam hat sich einen Trick von Viren des Typs Influenza A abgeschaut und Nanopartikel geschaffen, die zuverlässig den gewünschten Zelltyp erreichen.

Wie die Forscher berichten, werden die Teilchen ähnlich wie bei den Viruspartikeln zuerst von einem Enzym in der Zellmembran der Zielzelle erkannt und aktiviert (PNAS 2019; online 29. April). Dabei legt das Enzym durch chemische Reaktion eine Erkennungsstruktur frei, die es dem Nanopartikel erlaubt, an Rezeptoren auf der Zielzelle zu binden.

Diese Bindung ist Auslöser dafür, dass die Nanoteilchen in die Zielzelle aufgenommen werden – genauso läuft der Prozess auch bei Influenza A-Viren ab. Mithilfe dieses Vorgangs hat das Team die ersten Nanopartikel entwickelt, die es schaffen, Zellen zuverlässig voneinander zu unterscheiden, heißt es in der Mitteilung.

Konkret können die Nanoteilchen die Zellen des Mesangiums der Niere erkennen und von ihnen aufgenommen werden. „Nach diesem Durchbruch hat unsere Arbeit jetzt zum Ziel, nanomedizinische Arzneimittel für Erkrankungen der Nieren zu entwickeln, für die es derzeit keine Behandlungsmöglichkeiten gibt – wie zum Beispiel für die diabetische Nephropathie“, wird Letztautor Professor Achim Göpferich zitiert. (eb)

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