Ärzte Zeitung, 12.07.2005

Darfur-Konflikt: 300 000 Tote

Erfolg bei Friedensgesprächen / Millionen auf der Flucht

NEU-ISENBURG (Smi). Die Friedensverhandlungen für die westsudanesische Krisenregion Darfur haben erste Ergebnisse erzielt, aber die Situation für die Betroffenen bleibt weiter prekär.

Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen sind in dem vor zweieinhalb Jahren ausgebrochenen Konflikt 300 000 Menschen gestorben. Dem UN-Büro für die Koordination Humanitärer Angelegenheiten (OCHA) zufolge sind 2,73 Millionen Menschen von dem Konflikt betroffen.

1,88 Millionen Sudanesen seien auf der Flucht, etwa 200 000 lebten in Flüchtlingscamps. Zwei Millionen Menschen der Region sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, Tendenz steigend.

Die Kinder- und Müttersterblichkeit in der Provinz Darfur gehört zu den höchsten weltweit. Laut WHO schweben Millionen von Menschen zudem in Gefahr, Opfer von Seuchen zu werden. "Um die Früchte des Friedens zu ernten, müssen die Sudanesen jetzt überleben", sagte WHO-Mitarbeiter David Nabarro.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »