Ärzte Zeitung, 18.05.2007
 

Senckenberg wirkt weiter an Frankfurts Uni

Feier zum 300. Geburtstag des Arztes / Neue Stiftungsprofessur für Neuro-Onkologie

Handzeichen im Abstimmungsmarathon: Die 250 Delegierten des Ärztetages bei der Konsenssuche. Foto: sth

FRANKFURT/MAIN (run). Ohne ihn wäre die medizinische Fakultät der Universität Frankfurt am Main nicht entstanden: Dr. Johann Christian Senckenberg. Am vergangenen Wochenende feierte das Klinikum nun den 300. Geburtstag des Frankfurter Mäzens und Mediziners.

Der 1707 in Frankfurt geborene Senckenberg legte mit seiner heute noch existierenden Stiftung die Grundsteine für die drei Senckenbergischen Institute für Anatomie, Pathologie und Geschichte der Medizin. Das Motto seiner Stiftung "pro bono publico" sei heute noch so aktuell wie vor 300 Jahren, betonte der Dekan des Fachbereichs Medizin der Universität Frankfurt, Professor Dr. Josef Pfeilschifter bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Feierlichkeiten. Davon zeugt auch die Realisierung neuer Stiftungsprojekte. So trägt die Dr. Senckenbergische Stiftung gemeinsam mit der Hertie-Stiftung die Anschubfinanzierung des neuen Dr. Senckenbergischen Instituts für Neuroonkologie und der damit verbundenen Stiftungsprofessur in Höhe von 1,5 Millionen Euro. In der Diskussion ist auch die Einrichtung eines Frankfurter Zentrums für Chronobiologie und -medizin. Ein solches europaweit einzigartiges Institut könnte Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zur inneren Uhr in den medizinischen Alltag einbringen, hofft Professor Dr. Horst-Werner Korf, Direktor der Dr. Senckenbergischen Anatomie. Neu ist im Zuge des Jubiläums auch das "Senckenberg-Kabinett" entstanden. Die audiovisuelle Installation bietet im Eingangsgebäude zum Universitätsklinikum und im Bürgerhospital, Besuchern einen kurzweiligen Einblick in Senckenbergs Person und sein Wirken.

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