Ärzte Zeitung, 13.03.2008

China weist Kritik an Luftqualität in Peking zurück

Debatte im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele / Amnesty International weist auf verstärkte Repressionen gegen Systemkritiker hin

PEKING (dpa). Der chinesische Außenminister Yang Jiechi hat saubere und sichere Olympische Spiele im Sommer 2008 in Peking versprochen sowie Kritik an der Klimapolitik seines Landes als "unfair" und "unwissenschaftlich" zurückwiesen.

 China weist Kritik an Luftqualität in Peking zurück

Mit Mundschutz aufs Rad: Chinesen schützen sich damit vor Smog.

Foto: Imago

Die Luftqualität in Peking werde "besser und besser", sagte Yang Jiechi gestern bei einer Pressekonferenz am Rande der diesjährigen Tagung des Nationalen Volkskongresses.

Kürzlich hatte der äthiopische Weltrekordler Haile Gebrselassie angekündigt, wegen der zu erwartenden Luftverschmutzung auf den Marathon-Start bei den Olympischen Spielen in Peking womöglich verzichten zu wollen.

China sei "eines der sichersten Länder der Welt", sagte Yang Jiechi zu Berichten vom Wochenende über vereitelte mutmaßliche Terroranschläge gegen ein Passagierflugzeug und die Olympischen Spiele.

Außer zu Themen der Außenpolitik äußerte sich der Minister zudem zum Klimawandel, für den vor allem die entwickelten Wirtschaftsnationen verantwortlich seien. Chinas Emissionen pro Kopf erreichten nur ein Drittel des Wertes in den Industrieländern. Die Kritik an China wegen seines hohen Treibhausgas-Ausstoßes sei "unfair und unwissenschaftlich".

Wenige Monate vor den Olympischen Spielen verstärkt China unterdessen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) die staatlichen Repressionen gegen Systemkritiker. Wie auch bei anderen Großereignissen würden Kritiker zunehmend bedroht oder mit Hausarrest belegt, sagte die deutsche AI-Generalsekretärin Barbara Lochbihler gestern im Deutschlandradio.

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