Ärzte Zeitung, 27.05.2008

Konferenz über Wiederaufbau im Irak

STOCKHOLM (dpa). Regierungsvertreter aus 80 Ländern wollen in dieser Woche in Stockholm eine Zwischenbilanz über den Stand beim Wiederaufbau und der Sicherheitslage im Irak ziehen.

Aus Bagdad kommt der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki, aus New York UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und aus Washington US-Außenministerin Condoleezza Rice. Die Erwartungen an das eintägige Treffen am Donnerstag fallen nicht zuletzt wegen der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA begrenzt aus. Denn was danach kommt, steht auch für die Stockholmer Delegierten in den Sternen.

Die erste Konferenz zur Gründung des auf fünf Jahre angelegten "Paktes mit dem Irak" (ICI) vor einem Jahr im ägyptischen Sinai- Badeort Scharm el Scheich galt allgemein als positiver Schritt.

Vor dem Treffen in Stockholm, das als "erste Prüfungskonferenz" zu den Übereinkünften aus Scharm el Scheich deklariert wird, schloss Schwedens gastgebender Außenminister Carl Bildt aus, dass man eine "Geberkonferenz" erwarten könne.

Ziel werde es sein, den Irak-Konflikt stärker als bisher in "internationale Zusammenhänge einzubetten", nicht zuletzt mit Blick auf Europa. Erwartet wird eine kontroverse Debatte um den nationalen Versöhnungsprozess und um die Verteilung des irakischen Ölreichtums.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »