Ärzte Zeitung, 15.06.2009

Große Unterschiede bei Einstufung Behinderter

DÜSSELDORF(dpa). Bei der Beurteilung von Behinderungen durch Versorgungsämter gibt es in Deutschland "gravierende Unterschiede". Das berichtet die "Wirtschaftswoche" in ihrer Montagsausgabe unter Bezug auf die Studie "Versorgungsamt Report" des Mediziners Dr. Dieter Schneider.

In der Untersuchung wird bundesweit verglichen, wie die Institutionen Behinderungsgrade bewerten. Davon hängen der steuerliche Freibetrag und die kostenlose Benutzung von Bus und Bahn ab.In NRW, Hessen und Berlin werde großzügig beurteilt. Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg sind Schlusslichter.

Demnach schwankt die Behindertenquote zwischen 48,5 (Ravensburg) und 170 (Trier) je 1000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt sind es acht Prozent. Schneider bezeichnete die Ergebnisse als "ein Lehrstück, wie aus einem guten Bundesgesetz in der praktischen Umsetzung eine Katastrophe wird".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

BGH schränkt Privileg der Arztbewertungsportale ein

Darf ein Arztbewertungsportal eine Praxis ungefragt listen? Ja, aber kein Arzt muss sich Werbung konkurrierender Praxen im direkten Bewertungsumfeld gefallen lassen. mehr »

Low-Fat-Diät ist genauso gut wie Low-Carb

Welche Diät bringt am meisten? Eine Studie der Stanford-Universität hat verschiedene Diäten verglichen und sich angeschaut, ob die Gene beim Abnehmen eine Rolle spielen. mehr »

Hippotherapie bei MS wirkt

MS mit Pferdetherapie behandeln: Das scheint zu funktionieren. Mit den Ergebnissen einer Studie wollen die Autoren die Diskussion über die Kostenübernahme der Hippotherapie beleben. mehr »