Ärzte Zeitung, 22.07.2009

Medikament Musik: Projekt der Kammer Westfalen-Lippe

MÜNSTER (iss). Unter dem Motto "Musik und Medizin" will die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) die therapeutischen Möglichkeiten der Musik stärker in das Bewusstsein rücken. "Melodie und Rhythmus besitzen ein ungeheures medizinisches Potenzial zum Ausgleich der Seele", sagt ÄKWL-Präsident Dr. Theodor Windhorst. Vielen Ärzten und Patienten sei das aber nicht klar.

Mit Veranstaltungen und Informationsmaterial will die ÄKWL hier Abhilfe schaffen. Am 20. August lädt sie zu einem kombinierten Musik- und Vortagsabend "TonArzt - Musik als Medikament" ins Ärztehaus nach Münster. Je nachdem, wie und von wem das Angebot wahrgenommen wird, werden die weiteren Veranstaltungen gestaltet.

"Musik kann Prozesse im Gehirn in Gang setzen, die sich positiv auf das Nervensystem und den ganzen Körper auswirken", sagt Professor Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe und bildender Künstler, der am 20. August über "Das Gehirn der Musik" sprechen wird. Schon in den Anfängen menschlicher Kultur seien Klänge und Melodien wichtiger Teil aller Heilrituale gewesen, sagt er.

Topics
Schlagworte
Panorama (32510)
Organisationen
ÄK Westfalen-Lippe (454)
Personen
Theodor Windhorst (362)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »