Ärzte Zeitung, 25.07.2012

Doping: IOC nachlässig bei Nachtests der Athen-Proben?

LONDON (dpa). IOC-Spitzenfunktionär Dick Pound hat die Nachlässigkeit der Ringe-Organisation beim Umgang mit den eingefrorenen Dopingproben von Athen 2004 kritisiert.

"Die eingefrorenen Proben sollten abschreckende Wirkung haben, aber wenn wir sie nicht untersuchen, haben sich auch keine abschreckende Wirkung", sagte Pound, von 1999 bis 2007 Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), am Mittwoch.

Erst auf Druck der Medien hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) kurz vor Fristende doch noch Nachuntersuchungen der einbehaltenen Proben von 2004 durchgeführt.

Mindestens fünf davon sollen positiv sein. Gegenwärtig werden die B-Proben analysiert. Erst nach dem Ende der London-Spiele ist mit den Ergebnissen zu rechnen.

"Wenn wir unsere Null-Toleranz-Politik wirklich leben wollen, sollten wir in Zukunft die Tests auch untersuchen", erklärte Pound.

Die Medizinische Kommission im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hatte Mitte April angekündigt, einige der knapp 3000 Kontrollen von Athen mit neuen Nachweismethoden noch einmal analysieren zu lassen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »