Ärzte Zeitung, 08.09.2012

Paralympics

Ein Basketballer, der sich nicht unterkriegen lässt

Seine Karriere schien kurz vor den Paralympics beendet, dann schaffte Rollstuhl-Basketballer Dirk Passiwan doch noch den Sprung nach London.

Ein Basketballer, der sich nicht unterkriegen lässt

Spektakulärer Einsatz in London: Dirk Passiwan.

© Baumann/imago

LONDON (fuh). Das hatte er sich eigentlich anders vorgestellt: Dirk Passiwan aus Trier, Top-Leistungsträger der deutschen Rollstuhl-Basketballnationalmannschaft, schien noch im April dieses Jahres vor dem Scherbenhaufen seiner Karriere zu stehen.

In seinen Ellbogen waren Knocheninfarkte und in den Hüftgelenken fortgeschrittene Osteoporose diagnostiziert worden. Mit Hilfe seines Arztes Dr. Peter Krapf schaffte er es aber dann doch, das Karriere-Aus abzuwenden.

Passiwan wurde mit der MBST®-KernspinResonanzTherapie behandelt, einem System, das auf der Technik der Magnetresonanztherapie basiert. Mit dieser Methode - übrigens ein IGeL-Angebot - werden gezielt kranke Zellen angesprochen, dass sie sich selbst regenerieren können.

Am Ende waren Passiwans Ellbogen so weit wiederhergestellt, "dass ich schmerzfrei spielen kann". Bei den Paralympics in London gehört der Basketballer zu den absoluten Leistungsträgern im Team.

Rollstuhlbasketball ist eine Sportart, die in den vergangenen Jahren nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern immer populärer geworden ist.

Weil in allen Teams Sportler mit unterschiedlich starken Behinderungen antreten,, wird je nach Behinderungsgrad des einzelnen Basketballers zwischen acht Stufen unterschieden.

Ziel dabei ist es, mit einem Punktesystem vergleichbare Leistungsstärken herzustellen.

Sogenannte Ein-Punkte-Spieler zum Beispiel, die im Vergleich zu anderen Teamgefährten am stärksten behindert sind, können ihre Beine nicht bewegen und nur geringe oder gar keine Rumpfkontrolle ausüben.

Im Gegensatz dazu besitzen etwa 4,5-Punkte-Spieler nur geringe Einschränkungen. Sie sind in der Lage, normale Rumpfbewegungen in alle Richtungen auszuführen.

Die Punkte aller Spieler (pro Team stehen immer fünf auf dem Feld) werden zusammenaddiert. Dabei darf die Mannschaftsgesamtpunktzahl von 14 Punkten nicht überschritten werden. Ziel des komplizierten Systems ist Chancengleichheit.

Topics
Schlagworte
Panorama (32613)
Krankheiten
Osteoporose (1536)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »