Ärzte Zeitung online, 22.03.2016

Bombenterror in Brüssel

Dutzende Tote und Hunderte Verletzte

In Brüssel haben Terroristen mehrere Bombenanschläge verübt - dahinter steckt offenbar der Islamische Staat. Die Rede ist von mindestens 34 Toten und 230 Verletzten. Der Betrieb in den Krankenhäusern läuft auf Hochtouren, Kliniken rufen zu Blutspenden auf.

BRÜSSEL. Bei Bombenexplosionen am Brüsseler Flughafen hat es nach Medienberichten mindestens 34 Tote und 230 Verletzte gegeben. Nach Angaben von Augenzeugen ereigneten sich am Flughafen Zaventem kurz nacheinander zwei Explosionen.

Neben den beiden Explosionen am Flughafen soll es Medienberichten zufolge auch eine Detonation in einer Metrostation gegeben haben. Der belgische Sender La Première berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, es habe eine Explosion in der Station Maelbeek im Herzen des EU-Viertels gegeben.

Eine weitere Explosion ereignete sich laut Nachrichtenagentur Belga am Dienstagvormittag in der Rue de la Loi das ist in der Nähe der U-Bahnstation Maelbeek, in der es bereits eine Explosion mit mindestens zehn Toten gegeben hatte.

Auf einer Pressekonferenz am Dienstagmittag sprach Belgiens Premierminister Charles Michel von Terroranschlägen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe sich zu den Terroranschlägen bekannt, berichtet die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur Amaq am Dienstag im Internet

Die Krankenhäuser haben einen Notfall-Plan aktiviert, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

Katastrophenplan ausgelöst

Der regionale Katastrophenplan sei ausgelöst worden, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Provinzgouverneur Lodewijk De Witte. Die zuständigen Behörden stimmten sich nun mit dem nationalen Krisenzentrum ab. Die Flüge nach Brüssel werden umgeleitet.

In Deutschland verschärfte die Bundespolizei ihre Kontrollen am Flughafen in Frankfurt/Main. Man beobachte die Situation sehr genau, sagte Sprecher Christian Altenhofen. Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt.

Vier Monate nach den Terroranschlägen von Paris hatten Fahnder am Freitag einen der noch flüchtigen Hauptverdächtigen gestellt. Der 26 Jahre alte Salah Abdeslam war bei einem Großeinsatz der Polizei in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek verletzt und festgenommen worden. (dpa/sts)

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