Ärzte Zeitung, 02.11.2016
 

Erholsam oder alptraumhaft?

So schlafen die Deutschen

Der Schlaf ist für den Menschen, was das Aufziehen für die Uhr, sagte Arthur Schopenhauer. Also, wie gut schlafen die Deutschen? Das hat jetzt eine Forsa-Studie ermittelt.

So schlafen die Deutschen

Schlaf ist schon in jungen Jahren wichtig.

© JenkoAtaman / fotolia.com

BERLIN. Unter der Woche gehen die meisten Bundesbürger zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett (72 Prozent) – abgesehen vom Freitag. Etwa genauso viele stehen morgens zwischen sechs und acht Uhr auf (75 Prozent), 14 Prozent auch schon um fünf Uhr oder früher.

Das hat eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag von der Onlinebank RaboDirect ergeben. Thema: "Wie gut schläft Deutschland wirklich?" 

Das bringt guten Schlaf

Wichtig ist die Qualität des Schlafs. Was beeinflusst ihn – im Guten wie im Schlechten? Wie die Forsa-Studie zeigt, meint die überwiegende Mehrheit der Deutschen, dass es sich positiv auf ihren Schlaf auswirkt, wenn sie gesund sind (80 Prozent), sich in einer intakten Partnerschaft befinden (64 Prozent) und keine Geldsorgen haben (60 Prozent).

Jeder Fünfte der Befragten (20 Prozent) sagt zudem, dass ein gefülltes Sparkonto bei ihm guten Einfluss aufs Schlafen habe – dagegen gelten bei einem Drittel (35 Prozent) Geldsorgen als Ursache für schlechten Schlaf.

Dabei macht es einen Unterschied, ob jemand nebenbei etwas spart oder nicht: Fast für die Hälfte derjenigen, die nicht regelmäßig Geld auf die Seite legen, sind Geldsorgen ein klassischer Schlafräuber (47 Prozent), unter den Sparern hingegen trifft das nur bei 33 Prozent zu.

Dazu passt auch, dass sich Nicht-Sparer generell weniger ausgeschlafen fühlen als Sparer: Ein Drittel der Nicht-Sparer gibt an, in der vergangenen Woche werktags eher müde bis sehr müde gewesen zu sein (36 Prozent), während das bei den Sparern lediglich zu einem Viertel (23 Prozent) der Fall war.

Fast die Hälfte erinnert sich an einen Traum die Woche

Wichtig für die Regeneration des Körpers beim Schlafen ist zudem die Traumphase. Umso besser, wenn es schöne Träume sind. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) erinnert sich mindestens einmal die Woche daran.

Lediglich fünf Prozent der Deutschen gelingt es nicht, sie am Morgen ins Gedächtnis zu rufen. Vor allem die 18- bis 29-Jährigen merken sich, was ihnen im Traum widerfährt; zwei Drittel von ihnen (68 Prozent) sogar einmal die Woche oder häufiger.

Brauchen Männer weniger Schlaf als Frauen?

Männer knipsen tendenziell später das Licht aus als Frauen und sind zudem früher wieder auf den Beinen.

Wie Wissenschaftler der Universität Michigan jüngst berichteten, beträgt die durchschnittliche Schlafdauer der Deutschen etwa sieben Stunden und 45 Minuten, was weltweit gesehen eher wenig ist. (eb)

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