Ärzte Zeitung online, 25.06.2018

Bayern

Notärztin den Kiefer gebrochen

OTTOBRUNN. Ein Betrunkener hat eine Notärztin, einen Sanitäter und zwei weitere Menschen angegriffen und verletzt.

Der 20-Jährige hatte eine Whiskyflasche aus anderthalb Metern Entfernung auf die Scheibe des Rettungswagens geworfen, in der unter anderem die Notärztin saß. Diese erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Kieferbruch, mehrere ausgeschlagene Zähne und Schnittverletzungen im Gesicht, wie die Polizei mitteilte.

Die Frau kam in eine Klinik. Umherfliegende Glassplitter verletzten einen Sanitäter am Auge.

Zuvor soll der Verdächtige zwei Betreuerinnen eines Jugendhauses verletzt haben. Der Mann, der als Flüchtling in dem Jugendhaus in Ottobrunn bei München lebt, kam am Samstag in Haft. (eb)

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[29.06.2018, 16:58:41]
Dr. Martin P. Wedig 
Einsatzsicherung und Selbstschutz müssen entwickelt werden
Wir erleben in Deutschland: Verrohung, Straßengewalt, speziell Auseinandersetzungen mit Messern prägen den Notarztdienst. Die Rettungsfahrzeuge sind für Einsätze nicht ausgerüstet, bei welchen das Team zumindest der Aggression gegenüber dem Fahrzeug ausgsetzt ist. Im weiteren ist die persönliche Schutzausrüstung nicht hinreichend. Gefahrenlagen erfordern Helm, Visier, schnittfeste Handschuhe etc.

Vor 10 Jahren wurden den Helfern Schuldgefühle souffliert, wenn die Klienten gewalttätig auftraten. Vor 5 Jahren wurden Kurse zum Umgang mit Gewalttätigen eingerichtet. In fünf Jahren werden Notärzte nicht mehr mit weißem Kittel stehenden Fußes auf ein Einsatzfahrzeug aufspringen, um eilige Hilfe zu leisten. Selbstschutz und Einsatzsicherung müssen zum Thema in der Rettungsmedizin werden, um überdeutlichen Entwicklungen nicht weiterhin hinterherzuhinken. zum Beitrag »

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