Ärzte Zeitung, 20.01.2005

FUNDSACHE

Tintenfisch tarnt sich als Weibchen

Tintenfisch-Männchen tarnen sich als Weibchen, um ihre Fortpflanzungschancen zu erhöhen, haben Forscher um Jon Havenhand von der Universität London (Egham/Großbritannien) in einer Studie herausgefunden ("Nature" 433, 2005, 212).

Normalerweise ist das Anlegen einer Tarntracht unter Tieren ein dauerhafter Zustand. Die kleineren Männchen der Australischen Riesentintenfische (Sepia apama) hingegen tarnen sich mit einem typisch weiblichen Sprenkelmuster und einer Art "Eiablege-Stellung" nur vorübergehend als Weibchen, um trotz größerer Konkurrenten bei der Paarung zum Zug zu kommen:

Scheinbar desinteressiert schwimmen sie neben einem paarungswilligen Pärchen her. Wird das größere Männchen abgelenkt, nutzen sie ihre Chance und nähern sich dem ansonsten streng bewachten Weibchen. In drei von fünf Fällen führt diese Strategie zum Erfolg: Die Tintenfische konnten die Weibchen besamen. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3203)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »

Konzept der e-Patientenakte steht

Die ePA nimmt Formen an. Ärzte, Kassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleib vorerst außen vor. mehr »