Direkt zum Inhaltsbereich

„Kommuniqué“ veröffentlicht

Hauptstadtkongress-Leiter fordern nachhaltige Finanzierung von Kranken- und Pflegekassen

Darlehensmodelle zur Sanierung von GKV und Pflegeversicherung springen zu kurz, meinen Präsident und wissenschaftliche Leiter des Hauptstadtkongresses in einem „Kommuniqué“. Auch zum Thema Substitution positionieren sie sich.

Veröffentlicht:

Berlin. Mindestens vier Gesetze hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) noch für dieses Jahr angekündigt – darunter zwei Pflegegesetze und eines, mit dem die 2024 verabschiedete Krankenhausreform „angepasst“ werden soll.

In die Reformdebatte bringen sich nun auch der Präsident und die wissenschaftlichen Leiterinnen und Leiter des Hauptstadtkongresses (HSK) ein. In einem „Kommuniqué“ adressieren sie – im Nachgang zum Hauptstadtkongress 2025 Ende Juni – Handlungsempfehlungen an Politik und Selbstverwaltung.

„Impuls“ für die Reformdebatte

Die Empfehlungen seien als „Impuls“ zu verstehen, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteillung. An Warken und die Mitglieder des Bundestags-Gesundheitsausschusses sei das „Kommuniqué“ bereits verschickt worden.

Lesen sie auch

Gefordert wird darin unter anderem eine „nachhaltige Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung“. Darlehensmodelle, wie sie die Koalition für 2025 und 2026 plane, seien als „Stützungsmaßnahmen“ für die Kranken- und Pflegekassen ungeeignet.

Damit würden Probleme nur „verschoben“. Stattdessen brauche es „echte Bundeszuschüsse“, um versicherungsfremde Leistungen in der GKV und der Pflege zu „kompensieren“.

Mehr Autonomie für die Pflegeprofession

Allein die GKV meldet für 2024 ein Defizit in Höhe von mehr als sechs Milliarden Euro. Die soziale Pflegeversicherung hat das vergangene Jahr mit einem Minus von 1,54 Milliarden Euro abgeschlossen.

Lesen sie auch

Mit Blick auf die professionelle Pflege machen sich die sechs Unterzeichnenden für die Zuweisung von „mehr Autonomie und Eigenständigkeit“ stark. Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der Berufsgruppe seien zu erweitern.

In der verfassten Ärzteschaft stößt die Forderung nach Substitution ärztlicher Leistungen auf erhebliche Skepsis – die KBV hatte erst kürzlich vor „neuen Schnittstellen“ gewarnt, die zusätzliche Ressourcen binden würden. (eb)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Adipositas mit und ohne Typ-2-Diabetes

Wann Inkretinmimetika für Kinder und Jugendliche?

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Anpassungsvorgänge brauchen Zeit

Höhenkrankheit bei Kindern und Jugendlichen: Das gilt es zu beachten

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram