Ärzte Zeitung, 29.03.2007

FUNDSACHE

Kopfüber in die Kloschüssel

John Travolta wird in "Pulp Fiction" nach dem Gang zur Toilette erschossen, in "Trainspotting" stürzt sich ein Junkie kopfüber in die Kloschüssel. Solche Filmszenen hat Philipp Alexander Tschirbs für seine Magisterarbeit an der Ruhr-Uni Bochum analysiert. Dazu hat er 43 000 Filmstandbilder ausgewertet.

Das Ergebnis: Stille Örtchen zeigen oft Tabubrüche. In "Full Metal Jacket" sind sie ein Ort der körperlichen Gewalt, in "Basic Instinct" ein Ort für Drogenkonsum und in "Schindlers Liste" ein Versteck, das Leben rettet. Oft, so Tschirbs, setzten Regisseure das Klo als Drehort so ein, dass Zuschauer den Eindruck erhalten, sie werden Zeuge einer geheimen Aktion.

In den Anfangsjahren von Hollywood waren Kloszenen allerdings tabu. Erst die großen Meister des Films wie Alfred Hitchcock, Stanley Kubrick oder Bernardo Bertolucci, verhalfen dem Klo im Kino zum Durchbruch. (ine)

Das Buch zum Thema im Internet: www.daskloimkino.de

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3203)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hausärzte und BZgA starten Aktion zur Organspende

Ärzte sind wichtige Ansprechpartner für die Menschen in Deutschland, wenn es um das Thema Organspende geht. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. mehr »

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »