Ärzte Zeitung, 24.09.2012

Fundsache

Riskantes Popcorn aus der Mikrowelle?

Ein Gericht im US-Staat Colorado hat dem 42-jährigen Wayne Watson 7,2 Millionen Dollar Schmerzensgeld zugesprochen. Der Mann sei durch Ausdünstungen künstlicher Butter in Mikrowellen-Popcorn unheilbar an Bronchiolitis obliterans erkrankt.

Auf der Verpackung des Snacks fehle ein Warnhinweis vor den Gefahren, so das Gericht. Ähnlich Urteile hatte es schon vorher gegeben, etwa bei erkrankten Arbeitern von Popcorn-Fabriken - US-Medien sprechen schon von "popcorn workers lung".

Die Gesundheitsprobleme werden auf Diacetyl zurückgeführt, das in dem Butteraroma enthalten ist, berichtet BBC News. Die Strafe muss jetzt der Snack-Hersteller und die vertreibende Supermarktkette Kroger Co bezahlen.

Der Verteidiger der Beklagten sieht allerdings eine andere Ursache der Krankheit des Mannes: jahrelange Arbeit mit chemischen Teppich-Reinigungsmitteln. (eis)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3203)
Organisationen
BBC (456)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »