Ärzte Zeitung, 12.12.2014

Niedersachsen

Kammer ehrt Ärzte für Kriseneinsätze

In Niedersachsen hat die Ärztekammer nun sechs Mitglieder für deren humanitäres Engagement geehrt.

HANNOVER. Egal, ob Tsunami, Erdbeben oder aktuell die Ebola-Epidemie in Westafrika: Weltweit finden sich Ärzte, die stante pede in Krisengebiete reisen, um sich ehrenamtlich der Patientenversorgung zu widmen.

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) hat nun, wie sie mitteilt, anlässlich des Welttags der Menschenrechte am 10. Dezember das humanitäre Engagement von sechs Ärzten aus ihren Reihen geehrt.

Die Ehrenplakette der ÄKN verliehen bekamen: die Internistin Dr. med. Anja Fröhlich aus Hannover, die Allgemeinmedizinerin Dr. Nicole Gorris-Vollmer aus Oldenburg, der Mikrobiologe Professor Uwe Groß aus Göttingen, der Internist Dr. Christian Scholber aus Hannover, der Herzchirurg Dr. Kifle Tondo aus Braunschweig sowie der Kinderchirurg Professor Benno Ure aus Hannover.

Die geehrten Ärzte gehören laut ÄKN zu den mehreren Hundert Medizinern aus Niedersachsen, die sich kontinuierlich auf dem Feld der humanitären Hilfe betätigen und ehrenamtlich für verschiedene Hilfsorganisationen aktiv sind. Dabei erfolge der Einsatz sowohl neben der Berufstätigkeit als auch nach Abschluss des regulären ärztlichen Berufslebens.

ÄKN-Präsidentin Dr. Martina Wenker verdeutlichte, dass für sie die humanitäre Hilfe Bestandteil ärztlicher Tätigkeit sei: "Den Schwächsten und am meisten Gefährdeten zu helfen - dieser Vorsatz entspricht dem Gedanken des hippokratischen Eides." Deswegen sei es für Ärzte geradezu selbstverständlich, in der humanitären Hilfe aktiv zu werden, so Wenker.

Die ÄKN selbst versteht sich als Bindeglied zwischen ihren Mitgliedsärzten und den humanitären Hilfsorganisationen und will Hindernisse für ein ehrenamtliches Engagement abbauen.

Sie organisiere die ärztliche Fortbildung und durch den Arbeitskreis Humanitäre Hilfe den Erfahrungsaustausch zwischen bereits aktiven Helfern und solchen, die dies werden wollen. Leiter des Arbeitskreises sei der Radiologe im Ruhestand und ÄKN-Ehrenpräsident Professor Heyo Eckel. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »