Ärzte Zeitung online, 05.08.2019

Rekord-Sommer

Gab es 10.000 Hitzetote im Jahr 2017?

FRANKFURT/MAIN. Die Rekordhitze im vergangenen Jahr, vor allem im August, könnte insgesamt zu 10.000 zusätzlichen Sterbefällen geführt haben. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Berechnungen Behörden.

Die Sterbezahlen an den besonders heißen Tagen 2018, Ende Juli und Anfang August, zeigten, dass allein in diesem Zeitraum über 8.000 Menschen mehr gestorben seien als 2017 bei normalen Temperaturen.

Das könne auf die Hitze zurückzuführen sein, „belegen können wir das aber nicht“, habe das Statistische Bundesamt festgestellt.

Damit wären die Zahlen ähnlich hoch wie im Rekordsommer 2003. Damals habe die Opferzahl wegen der Hitze in Deutschland bei 7.600 gelegen, wie Wissenschaftler berechnet hatten (siehe nachfolgende Grafik). In ganz Europa seien damals zwischen 50.000 und 70.000 Menschen zusätzlich gestorben. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Eine tödliche Kombination

Nach einem Infarkt haben Diabetiker ein hohes Risiko für Herzschwäche. Doch nicht nur das: Die Kombination verdreifacht das Sterberisiko, offenbaren Studiendaten. mehr »

KBV-Vertreter setzen ein Zeichen

Die Vertragsärzte kämpfen um den Sicherstellungsauftrag für die ambulante Notfallversorgung, um die sich auch Kliniken bewerben. Das hat die KBV-VV dazu veranlasst, eine Resolution zu verabschieden. mehr »

"Es hapert deutlich bei der Prävention"

In der Schlaganfallversorgung ist Deutschland Weltspitze, doch bei der Prävention gibt es große Defizite, findet Professor Hans-Christoph Diener. mehr »