Ärzte Zeitung, 20.06.2010

Gegen Ghana geht‘s um alles oder nichts

Gegen Ghana geht‘s um alles oder nichts

Bei der FIFA-Fußball-WM hat Ghana die deutsche Nationalelf von der Tabellenspitze der Gruppe D verdrängt. Die "Black Stars" schafften zwar nur ein 1:1 gegen Australien, aber sie setzen Deutschland unter Zugzwang. Ein Sieg muss her am Mittwoch gegen Ghana, das Spekulieren auf ein Unentschieden könnte fatale Folgen haben.

Gegen Ghana geht‘s um alles oder nichts

Bollwerk Ghana: John Pantsil (r.) verletzt sich bei dieser gemeinsamen Abwehraktion mit seinem Teamkollegen Lee Addy gegen Australien.

© Xinhua / imago

ERASMIA (dpa) Laut Oliver Bierhoff erwartet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Gruppenendspiel gegen Ghana "eine besondere Aufgabe, an der die Mannschaft wachsen kann". Nach der 0:1-Niederlage gegen Serbien droht dem DFB-Team in Südafrika der erste Vorrunden-K.o. bei einer Weltmeisterschaft. Doch mit einem Sieg am Mittwoch gegen Ghana würde Deutschland ins Achtelfinale einziehen. "Theoretisch ist es auch mit einem Unentschieden möglich, aber darauf dürfen wir uns nicht verlassen", sagte Bierhoff am Samstag in der ARD. "Es wird eine schwere Hürde. Wir wissen, wo ihre Stärken liegen, haben aber auch gerade gesehen, dass sie verwundbar sind", erklärte Bierhoff nach dem 1:1 des letzten Gruppengegners gegen Australien. "Wir gehen weiter konzentriert unseren Weg. Wir haben Vertrauen in die Mannschaft, und sie hat auch im ersten Spiel gezeigt, wozu sie in der Lage ist", ergänzte der Manager.

Ghana hat die deutsche Nationalelf inzwischen von der Tabellenspitze der Gruppe D verdrängt. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw stießen die "Black Stars" am Samstag in Rustenburg beim 1:1 gegen Australien aber auf starke Gegenwehr. Australien spielte lange in Unterzahl und hatte die Ghanaer am Rande einer Niederlage.

 Joachim Löw versprach am Tag nach dem 0:1 gegen Serbien die Achtelfinal-Teilnahme. "Von so einem Spiel lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen oder nervös machen", erklärte der Bundestrainer im deutschen WM-Quartier in Erasmia. "Wir haben alles selbst in der Hand. Ich habe gespürt, dass die Mannschaft selbstverständlich weiter daran glaubt, weiterzukommen", betonte Löw im Hinblick auf Ghana-Spiel.

Die Mannschaft hatte im Teamhotel in Erasmia das Spiel der Gruppenkontrahenten zusammen am Bildschirm verfolgt. Vorher waren die Spieler auf dem Hotelgelände Quad gefahren, so dass riesige Staubwolken über das Gelände zogen. Viel Entspannung werde es in den Tagen bis zum dritten Gruppenspiel aber nicht mehr geben, kündigte Bierhoff an. Es gelte, die Konzentration hochzuhalten.

Mitfavorit Niederlande hat hingegen das Achtelfinale beinahe fest gebucht. Das Oranje-Team gewann in Durban auch sein zweites Vorrundenspiel gegen Japan 1:0 (0:0) und behauptete mit sechs Punkten die Führung in Gruppe E. Wesley Sneijder erzielte in der 53. Minute vor 62 010 Zuschauern in Durban das Siegtor der wenig überzeugenden "Elftal".

Nigerias Fußball-Nationalspieler Sani Kaita hat nach seinem Platzverweis bei der 1:2-Niederlage gegen Griechenland Todesdrohungen erhalten. Er mache sich deshalb aber keine Sorgen, versicherte der 24-Jährige am Samstag in einem Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.    

Kaita, der sein Geld beim russischen Verein Alania Wladikawkas verdient, hatte am Donnerstag bei der Niederlage der Afrikaner gegen die Griechen die Rote Karte nach einer Tätlichkeit gesehen.

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