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Modul: Dengue-Fieber – Klinik, Epidemiologie, Entomologie, Erregerdiagnostik und Prävention

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Ärzte Zeitung, 26.09.2005

10 000 Menschen in Singapur mit Dengue-Virus infiziert

Besonders hohe Dengue-Fieber-Inzidenzen in Asien

NEU-ISENBURG (dpa/ug). In vielen tropischen und subtropischen Ländern ist immer noch Hochsaison für Dengue-Fieber. Vor allem Reisende nach Asien und Mittelamerika müssen darauf hingewiesen werden, daß die einzige Prophylaxe gegen diese potentiell tödliche Infektion der gute Schutz vor den tag- und nachtaktiven Überträgermücken ist.

Insektizide werden in der philippinischen Hauptstadt Manila versprüht. Foto: dpa

Viele Länder vor allem in Asien melden in diesem Jahr besonders hohe Inzidenzen. Auf den Philippinen seien teilweise epidemische Ausmaße erreicht worden, so das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf ("infodienst" 18, 2005, 13). Besonders dramatisch ist die Situation auf der malaysischen Halbinsel, und hier vor allem in Singapur.

Hier hat die schlimmste Welle von Dengue-Fieber seit Jahrzehnten bislang zehn Menschen das Leben gekostet. Zuletzt seien eine 55 Jahre alte Frau und ein 61jähriger Mann an der Infektion gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Mehr als 10 500 Menschen haben sich in dem etwa vier Millionen Einwohner zählenden Stadtstaat mit dem Dengue-Virus infiziert. Allein in der letzten Woche wurden mehr als 520 neue Patienten registriert. Im vorigen Jahr wurden nur etwa 9500 Erkrankungen bekannt.

Die Behörden gehen massiv gegen Brutplätze der Aedes-Mücken vor, die das Virus übertragen. Freiwillige, Parlamentarier und Lokalpolitiker haben damit begonnen, an Wochenenden von Haus zu Haus zu gehen und nach Brutstätten zu suchen. Als jüngste Maßnahme warnen die Behörden mit einem Lautsprecherwagen vor den Gefahren der Viruserkrankung.

Dengue-Fieber verläuft bei Erstinfektion meistens relativ gutartig. Es kommt zu hohem Fieber und extremen Gliederschmerzen. Bei einer Zweitinfektion mit einem anderen Subtypen des Virus’ ist allerdings ein schwerer Verlauf mit Blutungsneigung oder Schocksymptomen möglich. Die Letalität liegt dann bei sechs bis 30 Prozent.

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