Ärzte Zeitung, 14.05.2012

Kommentar zu NRW

Im Nebel von Rhein und Ruhr

Von Anja Krüger

Gesundheitspolitik gehört nicht zu den strittigen Themen in Nordrhein-Westfalen - leider. Im Wahlkampf spielte sie deshalb auch kaum eine Rolle.

Die Parteien sind sich einig, dass niedergelassene Ärzte an Rhein, Ruhr und Lippe nicht weniger verdienen sollen als die Kollegen in anderen Regionen. Aber sie überschlagen sich nicht mit Ideen, was denn das Land dagegen tun könnte.

Auch bei anderen regionalen gesundheitspolitischen Themen unterscheiden sich die politischen Lager eher im Detail als in der großen Linie. Nach dem klaren Wahlsieg von Rot-Grün herrscht gesundheitspolitische Kontinuität. Die zuständige Ministerin Barbara Steffens (Grüne) wird wohl im Amt bleiben.

Dabei gibt es viele Probleme in Nordrhein-Westfalen, die durchaus Sache der Landespolitik sind und die auf die Tagesordnung gehören.

So ist es ist ein Skandal, dass junge Menschen mit akuten psychischen Störungen viele Monate auf eine psychotherapeutische Behandlung warten müssen - um nur einen von vielen Punkten zu nennen.

Friede, Freude, Eierkuchen in der Gesundheitspolitik kann auch eine Tarnung für Ignoranz sein.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Pädiater zieht in NRW-Landtag ein

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »