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Gesundheitsberufe

Fachkräfte verzweifelt gesucht

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NÜRNBERG. Der Fachkräftemangel in den Gesundheitsfachberufen hat sich verschärft, in der Humanmedizin nur regional leicht entspannt. Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit (BA) in einer neuen Engpassanalyse für Fachkräfte hin.

Insgesamt 20 Berufsgruppen listet die BA auf, bei denen ein bundesweiter Mangel an Fachkräften existiert, darunter sind Humanmediziner, Apotheker, Physiotherapeuten, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Altenpfleger. Neu hinzugekommen sind seit der letzten Analyse im Dezember 2016 Fachkräfte im Rettungsdienst.

Als einen Indikator für Engpässe wertet die BA den Zeitraum, bis eine frei gewordene Stelle wieder besetzt werden kann. Bei Ärzten – Zahnmediziner sind ausgenommen – hat sich die durchschnittliche sogenannte Vakanzzeit von 137 auf 128 Tage verringert.

Deutlich zugelegt haben diese Zeiträume in der Gesundheits- und Krankenpflege auf 140 Tage (plus 17 Tage), bei Physiotherapeuten auf 144 Tage (plus 21) sowie in der Altenpflege auf 167 Tage (plus 14). Noch größer sind die Vakanzzeiten in der Hörgeräteakustik (165 Tage) und in der Orthopädie- und Rehatechnik (173).

Bei Ärzten hat sich der Mangel "vor allem in Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern deutlich erhöht". Allein in Berlin sei kein Mangel erkennbar. Besonders dramatisch aber ist die Situation in der Altenpflege. Hier kamen auf 100 gemeldete Stellen bundesweit rechnerisch lediglich 32 Arbeitslose. (fst)

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