Ärzte Zeitung online, 28.08.2017
 

Drogenbeauftragte

Spielebranche ignoriert Suchtgefahr

KÖLN. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat der Computerspielebranche vorgeworfen, zu wenig für den Schutz Jugendlicher vor Spielsucht zu tun. Mit Blick auf die Computer- und Videospielmesse Gamescom in Köln sagte Mortler der dpa, sie habe die Spielewirtschaft schon vor einem Jahr auf "die suchtfördernden Elemente von Spielen" aufmerksam gemacht. Doch "die Resonanz in der Branche ist leider ziemlich enttäuschend und Gegenvorschläge gab es auch nicht. Ich kann daraus nur schließen, dass die Branche kein sonderliches Interesse hat, besser vor Suchtgefahren zu schützen", sagte Mortler.

Die Computerspielmesse Gamescom ging am Samstag in Köln mit einem Besucherrekord zu Ende. Mehr als 35 000 Besucher strömten seit Dienstag zum weltweit größten Event für Computer- und Videospiele an den Rhein. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Messe eröffnet und die Branche als "starken Pfeiler der deutschen Wirtschaft" bezeichnet. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »