Ärzte Zeitung online, 10.02.2018

Wegeunfälle

316 Menschen starben auf dem Arbeitsweg

BERLIN. Im Jahr 2016 ereigneten sich in Deutschland 188.395 meldepflichtige Unfälle auf dem Arbeitsweg, dazu kamen 316 tödliche Wegeunfälle. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag hervor. Meldepflichtig war ein Unfall dann, wenn er zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Werktagen oder zum Tod führte. Damit gab es laut Regierung 2016 insgesamt 205 tödliche Unfälle weniger als noch neun Jahre zuvor. Im Jahr 2007 lag die Zahl der Wegeunfälle bei 169.691, 521 davon endeten tödlich. Höhepunkt in der ausgewerteten Spanne von 2007 bis 2016 war das Jahr 2010 mit 226.554 Unfällen auf dem Weg zur oder von der Arbeitsstätte.

Für den einfachen Arbeitsweg brauchten die Beschäftigten gemäß dem "Deutschen Mobilitätspanel" im Auftrag des Verkehrsministeriums durchschnittlich knapp 27 Minuten. Dieser Wert ist über die untersuchten neun Jahre hinweg weitgehend konstant. Die meisten legten diese Strecke laut Bundesregierung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück: 48 Minuten waren die Pendler mit Bus und Bahn unterwegs. Gut 25 Minuten dauerte der durchschnittliche Weg mit dem Auto zur Arbeit, knapp 15 Minuten brauchten die Radfahrer und elf Minuten die Fußgänger. (bar)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »

Mit Herzschwäche auf Reisen - So geht's

Meer oder Berge? Auto oder Flugzeug? Solche Fragen stellen sich für herzinsuffiziente Patienten, wenn sie ihre Urlaubsreise planen. Ärzte sind dann als kompetenter Ratgeber gefragt. mehr »