Ärzte Zeitung, 16.10.2009

"Mehr Kosteneffizienz ist dringender denn je"

BRÜSSEL (spe). Politiker, Fachleute und Patientenverbände haben in Brüssel gefordert, innovativen Instrumenten mehr Spielraum bei der Versorgung einzuräumen. Angesichts des erwarteten GKV-Defizits sei das dringender denn je, sagte Edwin Kohl, Gründer der Kohlpharma GmbH und Vorsitzender von Costeff, einem neuen Verband zur Kosteneffizienz im Gesundheitswesen.

Einsparungen ließen sich etwa durch neue Ansätze bei der Arzneiversorgung, wie Wochenblister, oder von Technologien zur häuslichen Betreuung von Kranken erzielen.Jérôme Böhm von der Europäischen Kommission wies zudem darauf hin, dass die Gesundheitssysteme von einer Vernetzung bei der Ermittlung von bewährten Verfahren zur Kosten-Nutzen-Bewertung (HTA) von Arzneimitteln profitieren könnten. "Derzeit wenden nicht alle Staaten HTA-Verfahren an", so Böhm.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »