Ärzte Zeitung, 26.08.2010

Behörde warnt vor Schlankheitsmitteln aus dubioser Quelle

DARMSTADT (ine). Vor Schlankheitsmitteln, die aus dubiosen Quellen im Internet bezogen werden, warnt das Regierungspräsidium Darmstadt. Bei der Überprüfung von sichergestellten Arzneimitteln aus China und Indonesien enthielten viele den Wirkstoff Sibutramin - auf den Packungen selbst war er nicht genannt.

Die Darmstädter Behörde ist für die Überwachung des Arzneimittelverkehrs in Hessen zuständig. Bei den überprüften Mitteln handelt es sich um die angeblich rein pflanzlichen Schlankheitsmittel namens "LAMI", "Reduce Weight Fruta Planta" und "La Jiao Shou Shen", die alle in Kapselform angeboten werden. Die Untersuchungen haben teilweise erhöhte Dosierungen des Wirkstoffes Sibutramin bis zum doppelten der zugelassenen Dosis ergeben.

Sibutramin dürfe in der EU aufgrund seiner Nebenwirkungen nicht mehr vertrieben werden, heißt es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums. Diese reichten von Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen.

In einer anderen Probe eines Schlankheitsmittels wurde der Wirkstoff Phenolphthalein nachgewiesen. Er wurde früher als Abführmittel vertrieben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »