Mainz. Der Deutsche Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat den Beschluss des 128. Deutschen Ärztetags für eine bessere Steuerung von Patienten als ein „starkes Signal“ bezeichnet.
„Dass sich der Deutsche Ärztetag in seinem Leitantrag klar und deutlich zu einer strukturierten, hausärztlichen Steuerung bekennt und ausdrücklich den Ausbau der Hausarztverträge fordert, wäre vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen“, sagte Verbandchef Dr. Markus Beier am Mittwochnachmittag nach dem Beschluss.
Ausdrücklich heißt es im Antrag: „Die primärärztliche Versorgung erfolgt durch eine Hausärztin oder einen Hausarzt.“ Auch verweist der Beschluss auf die hausarztzentrierte Versorgung (HZV), die eine „qualitätsgesicherte und leitliniengerechte Koordinations- und Integrationsfunktion“ der Hausärzte fördere.
Das zeigt laut Hausärztechef Beier, „dass wir Hausärztinnen und Hausärzte mit unseren Argumenten für eine bessere Koordination der Versorgung insbesondere durch uns Primärärzte durchgedrungen sind“. Die „gesamte Ärzteschaft“ habe sich „hinter dieser Idee versammelt“.
Beier nahm den Ärztetagsbeschluss zum Anlass, auf die im geplanten Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) vorgesehenen HZV-Boni für eingeschriebene Versicherte zu drängen. „Die Entscheidung des Deutschen Ärztetages gibt für die weiteren Verhandlungen Rückenwind“, so Beier. (nös)
Flüstern, grübeln, abstimmen und teuflische Aussichten: Eindrücke vom Ärztetag 2024 in Mainz.
/
Wie wäre es mit ein paar Änderungen im KHVVG, Herr Minister? Nur selten kommen BÄK-Präsident (Klaus Reinhard, l.) und BÄK-Vize (Susanne Johna, r.) Karl Lauterbach so nahe wie beim Deutschen Ärztetag. Das gilt es zu nutzen...
"Ich werde nicht zulassen, dass Erwägungen von Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaube, ethnischer Herkunft, Geschlecht ... zwischen meine Pflichten und meine Patientin oder meinen Patienten treten." Das auf allen Tischen beim 128. Deutschen Ärztetag ausliegende Plakat mit dem Zitat aus dem Genfer Gelöbnis in sechs Sprachen soll nach dem Wunsch der Bundesärztekammer möglichst weit verbreitet werden und die Haltung der Ärzte ausdrücken.
Konzentrierte Vorstandsarbeit: Der Sitzungspräsident Dr. Klaus Reinhardt muss alle Anträge, Geschäftsordnungsanträge und Anträge auf Nichtbefassung und zur Geschäftsordnung im Blick behalten. Das kann manchmal ziemlich anstrengend sein.
Der "Ärzte Zeitung-Stammtisch": Mit vielen Redakteurinnen, Redakteuren und Korrespondenten ist die Publikation von Springer Medizin vor Ort und begleitet die Veranstaltung mit aktuellen Berichten, Kommentaren und Interviews.
Hausarztmedizin ist gar nicht so einfach: Eine Delegierte hält am 8. Mai den Schal zum Tag der Hausarztmedizin hoch. Der verhält sich allerdings widerständiger als erwartet.
Heute Mainz als Veranstaltungsort des 128. Deutschen Ärztetages: Aber dieser Delegierte denkt auch schon an Leipzig, wo die Delegierten 2025 zusammenkommen werden.
Teuflischer Blick in die Zukunft des Deutschen Ärztetages: Mephisto vertritt den Veranstalter des 129. Ärztetage, die Landesärztekammer Sachsen und die Stadt Leipzig. Wiedersehen in Auerbachs Keller?
Lange Debatten im großen Saal der Rheingoldhalle sind nur mit "Eiserner Reserve" zu überstehen. Mit welchem Elixier dieser Besucher seine Lebensgeister erhält, weiß nur er allein.
Sexuelles Fehlverhalten oder Machtmissbrauch in Klinik und Praxis sind bekannte Phänomene, Vorkommnisse der jüngsten Zeit haben die Wahrnehmung allerdings spürbar erhöht. Was ist jetzt zu tun?
Die im Masterplan Medizinstudium angestrebte Reform inklusive neuer Approbationsordnung kommt nicht voran. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden schöpft nach dem Deutschen Ärztetag wieder Hoffnung, schreiben Yamina Probst und Marco Knecht in der Ärzte Zeitung.
Medizinstudentin Yamina Probst hat beim Ärztetag von Grenzverletzungen berichtet. Neben aller Ermutigung sieht sie auch Hemmnisse für eine breite Aufklärung und für schnelle Veränderungen im Gesundheitswesen. Was sie jetzt erwartet – und welche Erlebnisse sich in der Klinik nicht wiederholen sollen.
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins
Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.
Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.
Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.
Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!
Periphere Fazialisparesen sollten nicht vorschnell als idiopathisch klassifiziert werden. Vor allem bei atypischen Manifestationen gilt es, wachsam zu sein, wie ein Fallbericht demonstriert.
Schulterschmerzen, mit denen sich Betroffene in der hausärztlichen Praxis vorstellen, haben in der Regel eine günstige Prognose, wie ein Forschungsteam betont. Nicht Bildgebung, sondern Aufklärung und Beobachten stehen im Vordergrund.
Die Asthma-Therapie scheint immer komplexer zu werden. Die Leitlinien offerieren jedoch eine relativ einfach zu praktizierende Option, die von Therapiestufe 1 bis 3 handhabbar ist.
Langsam ausschleichen oder einfach absetzen? Morgencortisol bestimmen? Was tun bei Entzugssymptomen? Eine Therapie mit Glukokortikoiden zu beenden ist deutlich komplexer, als sie anzufangen. Einige Tipps für die Praxis.
Welches Antibiotikum wirkt noch zuverlässig gegen welchen Erreger? Diese Frage stellt sich regelmäßig in der Praxis. Nun gibt es ein digitales Tool, mit dem Ärzte aktuelle Informationen zur Resistenzlage abrufen können.
Die Kombination von direkten oralen Antikoagulanzien mit Antikonvulsiva kann das Risiko für Thromboembolien deutlich erhöhen. Eine große Datenbankanalyse sieht jedoch nicht nur für potente Enzyminduktoren Risiken, sondern auch für Levetiracetam.