Ärzte Zeitung online, 30.08.2018

Lunapharm

Auch 220 Patienten in Berlin betroffen

BERLIN. Der Lunapharm-Skandal zieht weitere Kreise. Die Berliner Gesundheitssenatsverwaltung ist erst am 17. Juli vom Brandenburger Gesundheitsministerium über den Verdacht gegen Lunapharm informiert worden. Ein Rückruf der bundesweiten Arzneimittelaufsicht hat die Berliner Senatsverwaltung Medienberichten zufolge überhaupt nicht erreicht.

220 Patienten sollen laut der Antwort auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen mit von Lunapharm gehandelten mutmaßlich gestohlenen und möglicherweise unwirksamen Medikamenten aus drei Apotheken in Berlin versorgt worden sein.

Rund 300 Rationen sind demnach über die Apotheken in 14 Arztpraxen in Berlin, vier Arztpraxen und eine Reha-Klinik in Brandenburg an Patienten abgegeben worden. Obwohl das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) unverzüglich Kontrollen vorgenommen habe, sei es nicht mehr möglich gewesen, noch vorhandene zurückgerufene Medikamente aus dem Verkehr zu ziehen, so die Berliner Gesundheitssenatsverwaltung in der Antwort. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

1,4 Millionen Krebstote für 2019 erwartet

In diesem Jahr könnten in der gesamten EU mehr Menschen an Krebs sterben als noch vor Jahren. Doch es gibt auch eine gute Entwicklung. mehr »

Um den ÖGD steht es schlecht

Große Sorgen um den Öffentlichen Gesundheitsdienst äußern Bundesärztekammer und Robert Koch-Institut anlässlich des heutigen ersten „Tags des Gesundheitsamtes“. mehr »

Viel fernsehen erhöht Darmkrebs-Risiko

Bewegen sich Menschen, die jünger als 50 sind, wenig, steigt offenbar ihr Risiko für Darmkrebs. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Nurses' Health Study. mehr »