Ärzte Zeitung online, 23.10.2015

Brandenburg

Sorge vor Schließung von Kliniken

POTSDAM. Die Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg (LKBB) mahnt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem im Rahmen der Krankenhausreform geplanten Strukturfonds. Er dürfe nicht vor allem zur Schließung von Kliniken genutzt werden, forderte LKBB-Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Schreck.

"Die Befürchtung in unseren Krankenhäusern ist, dass sich die Krankenkassen mit ihrer Ansicht durchsetzen, die Mittel des Fonds sollten vor allem dem Abbau von Klinikstandorten dienen", so Schreck. Er verwies darauf, dass in Brandenburg die Kliniken im Durchschnitt zu rund 80 Prozent ausgelastet seien. In Grippezeiten steige die Belegung regelmäßig rapide an. Auch für Katastrophenfälle müssten Kapazitäten vorgehalten werden.

Der Strukturfonds muss nach Ansicht der Landeskrankenhausgesellschaft dafür genutzt werden, die Krankenhäuser für die Zukunft fit zu machen. Für Brandenburg bedeutet das laut LKBB vor allem, dass die Strukturen an die demografische Entwicklung angepasst werden, aber auch, dass Telemedizin verstärkt genutzt wird. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Anti-Alzheimer-Wirkstoff beschleunigt kognitiven Abbau

Beta-Sekretase-Hemmer stoppen die Entwicklung einer Demenz nicht – ganz im Gegenteil: Die Medikamente scheinen die kognitive Leistung sogar zu verschlechtern. mehr »

Kinderärzte für Impfpflicht bei Ärzten und Assistenzberufen

Eine Impfpflicht nur für Kinder? Das geht den Pädiatern nicht weit genug. Dem Deutschen Ethikrat aber stößt die Art der Debatte sauer auf. mehr »

Der Unterschied zwischen Peripherie und Kernbereich

Die Bevölkerungsentwicklung vor Ort ist für die langfristige Positionierung von Praxen entscheidend. Genau hinzuschauen lohnt sich auch für Hausärzte, wie unsere aktuelle Karte des Monats zeigt. mehr »