Ärzte Zeitung, 16.03.2010

AOK fordert Vorgaben für Bandscheiben-Op

STUTTGART (fst). Die AOK Baden-Württemberg zeigt sich besorgt über die stark steigende Zahl von Bandscheibenoperationen bei ihren Versicherten: Das Plus betrage binnen drei Jahren 28 Prozent - das sei "medizinisch nicht zu erklären".

Die Kasse spricht sich daher für eine "gesetzliche Qualitätssicherung" bei diesem Eingriff aus. AOK-Chef Dr. Rolf Hoberg fürchtet, dass "schneller als nötig zum Skalpell gegriffen wird".

Im Jahr 2006 betrug die Zahl der Operationen bei AOK-Versicherten noch 3875, drei Jahre später waren es 4957. Die Kosten je Eingriff belaufen sich auf 7000 bis 10 000 Euro.

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[22.03.2010, 00:44:57]
Tom Jeffrey Lohmann 
Ärztliche Entscheidungsfreit und mündiger Patient
Gesetzliche Regeln gibt es genug, wir müssen uns als Ärzte schon genug vorschreiben lassen, was wir zu tun oder zu lassen haben. Es mag zwar für
AOK Chef Hoberg nicht medizinisch zu erklären sein, aber vielleicht hat er auch da mal dran gedacht, das unsere Bevölkerung immer älter wird, sie mehr Lasten mit sich herum tragen muss und nicht bei jedem die konservative Therapie ausreichend ist bzw. verträglich ist. Vielleicht muss er es selber mal ausbrobieren wie es ist auf allen Vieren herumzulaufen statt auf zwei Beinen und was im Endeffekt teuerer ist, die Lohnfortzahlung im Falle der monatelangen Krankschreibung oder die Kosten der OP und einen fitten Arbeitnehmer. Die Pat. sehnen sich auch nicht unbedingt nach einer OP, wenn es aber notwendig ist, würde ich mich auch für eine entscheiden. zum Beitrag »

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