Ärzte Zeitung, 11.07.2010

Erfolg bei Petition für Prävention von Darmkrebs

BERLIN (bee). Der Petitionsausschuss des Bundestages hat einer Eingabe zugestimmt, die eine deutliche Ausweitung der Darmkrebsvorsorge vorsieht. Initiiert wurde die Petition von der Felix Burda Stiftung gemeinsam mit der Stiftung LebensBlicke. Die Petition verlangt eine Weiterentwicklung des Einladungsverfahrens zur Darmkrebsvorsorge und ein anschließendes Screening.

Mit persönlichen Anschreiben sollen die bisherigen Teilnehmerzahlen von 11,5 Prozent in der Altersgruppe zwischen 55 und 74 deutlich gesteigert werden. Bei der Prävention von Brustkrebs kann dieses aufwendige Einladungsverfahren beträchtliche Erfolge vorweisen. Die Mitglieder des Ausschusses weisen in ihrem Beschluss darauf hin, dass mit der Verbesserung der Prävention von Darmkrebs "wichtige Ziele" des Nationalen Krebsplanes vom Juni 2008 erreicht werden können. Daher begrüßten die Abgeordneten das Anliegen der Petition "ausdrücklich". Die Petition wird nun an das Bundesgesundheitsministerium mit dem Status "zur Erwägung" überwiesen. Das BMG muss sich nun mit dem Thema befassen, in wieweit ein Verfahren mit persönlichen Anschreiben sowie einem anschließenden Screeing umgesetzt werden können.

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