Ärzte Zeitung, 08.03.2011

Ärztinnen sollen um Spitzenämter kämpfen

NEU-ISENBURG (chb). Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) sieht die Gleichbehandlung von Männern und Frauen in der medizinischen Forschung und Versorgung noch längst nicht angekommen.

"Unterschiede in Gesundheit und Krankheit von Männern und Frauen werden vielerorts immer noch vernachlässigt. Aber auch das bereits vorhandene zunehmende Wissen um geschlechtsspezifische Unterschiede ist längst noch nicht zum geläufigen Repertoire praktizierender Ärzte geworden", kritisierte der Ärztinnenbund anlässlich des Weltfrauentages.

Ebenfalls gestern am Dienstag appellierte die langjährige Vorsitzende des Ärztinnenbundes, Dr. Astrid Bühren, an ihre ärztlichen Kolleginnen, "sich stärker als bisher auch in ärztlichen und berufspolitischen Führungspositionen zu engagieren".

Bühren, die jetzt im Vorstand des Hartmannbundes sitzt, forderte unter anderem die weiblichen Delegierten in der KBV-Vertreterversammlung auf darüber nachzudenken, "ob sie zum Beispiel bei den Wahlen für den Vorsitz der KBV-Vertreterversammlung wirklich - so wie es sich jetzt abzeichne - den Männern das Feld überlassen wollten".

Bislang hatten bereits der Psychologische Psychotherapeut Hans-Jochen Weidhaas, der Leipziger Internist Dr. Stefan Windau sowie der Orthopäde Dr. Andreas Gassen aus Nordrhein erklärt, am 11. März kandidieren zu wollen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »