Ärzte Zeitung, 28.04.2011

Entgelte für Psychiatrie werden neu kalkuliert

BERLIN (af). Das Entgeltsystem bei psychiatrischen Behandlungen ist noch nicht in trockenen Tüchern. Ein Kalkulationsverfahren solle zunächst zeigen, inwieweit das ab 2013 einzuführende pauschalierte Vergütungssystem in der Psychiatrie Fehlanreize setze, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag.

Chefärzte psychiatrischer und psychotherapeutischer Kliniken hatten darauf hingewiesen, dass die geplante Fallpauschalen-Systematik dazu auffordere, teure Leistungen zu erbringen, nicht aber solche, die den Bedürfnissen der Patienten entsprächen.

Die Therapieeinheiten von 25, 50 und 75 Minuten gingen an der Realität vorbei. Die Regierung wies darauf hin, dass das Institut für medizinische Dokumentation (DIMDI) Vorschläge entgegennehme.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Tödlicher Messerangriff — der Schock sitzt tief

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Hausarzt reagierten Ärztevertreter bestürzt. Wie können Kollegen vor Gewalt geschützt werden? mehr »

Macht Sport so glücklich wie Geld?

Wer moderat Sport treibt, ist seltener unglücklich und kann damit offenbar Gehaltseinbußen von rund 22.000 Euro jährlich emotional kompensieren, so eine US-Analyse. mehr »

Experimentelle Arznei lindert Juckreiz

Forschende der Universität Zürich haben einen neuen Ansatz entdeckt, mit dem sich Juckreiz unterdrücken lässt. In einer Studie linderten sie damit nicht nur akute, sondern auch chronische Beschwerden. mehr »