Ärzte Zeitung, 14.06.2012

Schmerzpatienten müssen lange warten

BERLIN (fst). In Sachsen-Anhalt warten Schmerzpatienten bis zu acht Jahre auf eine schmerztherapeutische Behandlung.

Auch in anderen Regionen wie Bremen (6,5 Jahre), Berlin (fünf Jahre) oder dem Saarland (4,8 Jahre) ist die Wartezeit sehr lang. Darauf hat der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin (BVSD) hingewiesen.

Der Verband hat die Ergebnisse einer Ärzte-Umfrage zur Versorgung von Patienten mit chronischen in einem Weißbuch zusammengefasst. Ein Grund sei der große Mangel an Schmerztherapeuten.

Bundesweit sind 1027 Ärzte ambulant schmerztherapeutisch tätig. Der Verband geht von drei bis fünf Millionen Patienten in Deutschland aus, die an chronischen Schmerzen leiden.

Jeder vierte befragte Schmerztherapeut hat angegeben, sein Honorar sei seit 2008 gesunken, lediglich 17 Prozent der Befragten verzeichneten im Jahr 2010 steigende Honorare.

Rund die Hälfte der Schmerztherapeuten sei in den vergangenen drei Jahren durch Regresse bedroht worden, teilt der BVSD mit.

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[15.06.2012, 10:35:31]
Maren Reed 
Unglaublich
Wenn man das liest und weiß, was Schmerzen sind und mit einem machen, könnte man schreien. Ich vermute mal, dass die Entscheidungsträger (für die Zulassung und Qualifizierung von Schmerzärzten und -kliniken und für die Regresse)selber keine Schmerzpatienten sind, sonst würden sie vermutlich anders entscheiden.

Ach nein, selbst wenn: Sie sind Privatpatienten - und die kommen ja "gleich dran".

Vielleicht sollte man auch mal den betriebswirtschaftlichen "Schaden" mit einrechnen - denn die meisten Schmerzpatienten können nicht (mehr) arbeiten und "fallen so den anderen Kostenträgern zur Last".

Aber da jeder nur an "sein Budget" denkt (wie in der Politik), wird eine übergreifende Lösung nicht gefunden. Traurig ...... zum Beitrag »

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