Ärzte Zeitung, 08.10.2015

Klinikreform

KBV hält nichts von Portalpraxen

BERLIN. Als fatal bezeichnet der KBV-Vorstand die geplante Einführung von Portalpraxen an Kliniken.

"Nicht nur, dass die Niedergelassenen wieder einmal benachteiligt und die Krankenhäuser geschont werden. Schlimmer noch ist, dass gut funktionierende Strukturen in ihrem Bestand gefährdet werden", kritisiert KBV-Chef Dr. Andreas Gassen.

Eine derzeit laufende Studie zeige, dass dort wo viele Hausärzte tätig sind, die Zahl der Behandlungen in Notfallambulanzen von Kliniken geringer ausfällt, so KBV-Vize Regina Feldmann.

Die KVen sollen künftig Portalpraxen als erste Anlaufstellen in oder an Kliniken einrichten, die sich an der Notfallversorgung beteiligen.

Ist das nicht möglich, sollen die KVen die Ambulanzen in den vertragsärztlichen Notfalldienst einbinden. (chb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »