Ärzte Zeitung, 21.07.2016

Sachsen

Neues Model für Flüchtlings-Versorgung

BAUTZEN. Sachsen testet ein neues Modell zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen auf dem Land. Asylbewerber im Landkreis Bautzen können sich nun auch ohne akuten Notfall in einem Krankenhaus der Region ambulant behandeln lassen, wie Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) erklärte.

Für die Abrechnung der Leistungen hat der Landkreis eine Vereinbarung mit der KV Sachsen geschlossen.

Die Neuregelung soll die niedergelassenen Ärzten in dem ländlich geprägten Gebiet entlasten. Das auf die Region zugeschnittene Modell ermögliche "mehr Flexibilität für die Versorgung", sagte Klepsch. Sie hoffe, dass auch andere Landkreise die Idee aufgreifen werden. (lup)

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[21.07.2016, 21:05:51]
Robert Künzel 
Was um alles in der Welt hat denn die KV damit zu tun ?
Die Entlastung der Niedergelassenen ist ja ein hehres Ziel. Aber müßten hierzu nicht die Sozialhilfeträger (anstatt der KV) mit den Krankenhäusern Verträge abschliessen? Oder wird hier hintenherum die gedeckelte Gesamtvergütung der Ärzte angezapft um den klammen kommunalen Haushalt in Bautzen zu schonen ? "Flexibilität in der Versorgung" klingt schön, "Flexibilität in der Finanzierung zu Lasten der Ärzteschaft" dürfte der Wahrheit wohl näher kommen.
Grundsätzlich wäre gegen das Projekt rein gar nichts einzuwenden, aber die Rechnungen der Klinik in Euro und Cent dann bitteschön auch dahin, wo sie hingehören ! zum Beitrag »

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