Ärzte Zeitung online, 14.11.2017
 

Wegfall der Budgets

Fachärzte unterstützen KBV-Forderung

BERLIN. Der Appell von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen an die Jamaika-Sondierer, die niedergelassenen Ärzte endlich aus dem engen Korsett der Budgetierung zu befreien, stößt beim Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) auf große Zustimmung. Denn: Die Budgetierung der Vergütung "ist für den spürbaren Landarztmangel und Arztmangel in sozialen Brennpunkten unserer Städte, den zunehmenden Zeitmangel in Arztpraxen aufgrund notwendigem Abbau von Personal und den Investitionsstau in der ärztlichen Versorgung verantwortlich", so der Verband.

Dabei hatte der SpiFa bereits im Sommer mit seinem Positionspapier "Fachärzte in der Grundversorgung" die Aufhebung der Budgets gefordert. Als Einstieg seien hierfür Betreuungs- und Koordinationsleistungen in der Grundversorgung sowie die Leistungen der fachärztlichen Grundpauschalen aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) herauszunehmen, stellte SpiFa-Chef Dr. Dirk Heinrich nun noch einmal klar. "Die ambulante medizinische Grundversorgung zu budgetieren, ist sozial ungerecht.", sagte er.(reh)

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