Ärzte Zeitung, 11.02.2019

Abtreibung

SPD kritisiert Kosten für Studie

BERLIN. In der SPD werden die Kosten für die geplante Studie zu psychischen Folgen von Abtreibungen kritisiert.

"Ein Skandal, für solchen Unsinn Millionen auszugeben", sagte der Bundestagsabgeordnete Florian Post der "Bild am Sonntag".

Nach deren Informationen aus Regierungskreisen erhält das CDU-geführte Gesundheitsministerium für die Studie in den Haushaltsjahren 2020 bis 2023 jeweils 1,25 Millionen Euro zusätzlich. Das Ministerium wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren.

Union und SPD hatten sich im Konflikt um den umstrittenen Paragrafen 219a auf einen Kompromiss geeinigt: Das von der SPD eigentlich abgelehnte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche soll grundsätzlich bleiben, betroffene Frauen sollen über Abtreibungsmöglichkeiten aber besser informiert werden. Auch die umstrittene Studie war Teil des Kompromisses. (dpa)

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