Ärzte Zeitung, 12.11.2009

Widerstand gegen EU-Pharmapaket

BRÜSSEL (spe). Im Europäischen Parlament haben die Beratungen über das Pharmapaket begonnen. Eine erste Lesung soll im Frühjahr 2010 stattfinden. "Das Parlament wird den Vorschlag der EU-Kommission nicht unverändert annehmen, sondern Korrekturen beschließen", sagte Dr. Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher der christdemokratischen Fraktion im EP.

Seine Kritik richtete sich gegen den Vorschlag von Industriekommissar Günter Verheugen, das Informationsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel zu lockern. Liese fürchtet, dass eine Informationsfreigabe den Druck auf Ärzte erhöhe, neue, teure Medikamente zu verordnen. Er forderte, es müsse vor einer Freigabe von Informationen über diese Arzneimittel eine behördliche Vorabkontrolle geben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »