Ärzte Zeitung, 14.04.2010

EU-Parlament fordert Schub für die Krebsvorsorge

BRÜSSEL (taf). Das Europäische Parlament (EP) will die Krebsvorsorge in der EU stärken und die mittel- und osteuropäischen Mitgliedsstaaten aus der Schlusslichtposition der Versorgung herausholen. Dies sind die Hauptanliegen des EP-Abgeordneten Alojz Peterle, dessen Krebsbericht im Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments angenommen wurde.

Der Slowene Peterle gehört zu den Krebspatienten, der dank Früherkennung die Krankheit erfolgreich besiegen konnte: "Es existiert weiter ein Eiserner Vorhang zwischen Ost und West bei den Chancen eine Krebserkrankung zu überleben."

Außer starken Unterschieden bei therapeutischen Erfolgen bestehe auch eine Diskrepanz bei Früherkennung und Rehabilitation von Krebspatienten sowie bei der Palliativmedizin. Daher spricht sich der konservative Abgeordnete für einen Informationsaustausch sowie ein EU-weites Screening für Gebärmutter-, Brust- und Darmkrebs aus. Das EP unterstützt das Aktionsprogramm der Kommission, die Krebssterbeziffern bis 2020 um 15 Prozent durch besseres Screening reduzieren zu wollen. Die Kommission schätzt, dass jeder Dritte in Europa von Krebserkrankungen betroffen ist und jeder vierte Todesfall auf Krebs zurückzuführen ist. Jährlich werden rund drei Millionen Neuerkrankungen registriert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum Welt-Diabetestag am 14. November zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »