Ärzte Zeitung online, 27.10.2016

Westafrika

Ärzte ohne Grenzen schließt Ebola-Projekte

Knapp drei Jahre nach Beginn des bislang größten Ebola-Ausbruchs beendet die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die letzten Projekte für Ebola-Überlebende in Westafrika.

Ärzte ohne Grenzen schließt Ebola-Projekte

Ein Kind wird untersucht: Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen beendet ihren Hilfeinsatz in Westafrika.

© MShep2 / iStock

JOHANNESBURG. Knapp drei Jahre nach Beginn des bislang größten Ebola-Ausbruchs schließt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die letzten Projekte für Ebola-Überlebende in Westafrika. Die Mitarbeiter leisteten in Kliniken in Liberia, Sierra Leone und Guinea bis zuletzt medizinische und psychologische Versorgung, wie die Organisation am Mittwoch mitteilte. Auch Angehörige von Opfern wurden betreut.

Viele Überlebende haben mit Spätfolgen wie Gelenkschmerzen, chronischer Müdigkeit, Seh- und Hörproblemen, aber auch Stigmatisierung und Ausgrenzung zu kämpfen. Bei der Epidemie hatten sich der Weltgesundheitsorganisation zufolge knapp 29 000 Menschen infiziert, mehr als 11 000 starben.

Das Ebola-Virus war im Dezember 2013 in Guinea ausgebrochen und verbreitete sich rasch auf die anderen Länder. Teams von Ärzte ohne Grenzen gehörten zu den ersten internationalen Helfern vor Ort. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Praxen und Kliniken melden "Land unter"

Die heftige Grippewelle bringt Arztpraxen und Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenzen. Manche Praxen müssen selbst wegen vieler erkrankter Mitarbeiter schließen, Kliniken nehmen teilweise keine Patienten mehr an. mehr »

Niedriggradiges Prostata-Ca - überwachen oder intervenieren?

Ist es beim niedriggradigen Prostata-Ca gerechtfertigt, nicht sofort zu operieren, sondern die Patienten aktiv zu überwachen? Auch beim Deutschen Krebskongress kochten bei dieser Frage die Emotionen hoch. mehr »