Ärzte Zeitung, 01.04.2010

Im AOK-System deutet sich eine neue Großfusion an

KÖLN (iss). Die AOK Westfalen-Lippe und die AOK Schleswig-Holstein werden Gespräche über eine Fusion aufnehmen. Das haben die Verwaltungsräte beider Kassen beschlossen.

Im AOK-System deutet eine neue Großfusion an

© imagebroker / imago

Bereits im Jahr 2005 hatten die beiden AOKen über einen Zusammenschluss verhandelt. Die Gespräche waren aber wegen der schlechten Finanzsituation der Nord-Kasse eingestellt worden. Die beiden Kassen zusammen haben 1,9 Millionen Mitglieder und 2,8 Millionen Versicherte.

Einen festen Zeitplan für die jetzt anstehenden Gespräche gibt es nach Angaben der AOK Westfalen-Lippe nicht. Das gilt auch für die geplante Fusion der AOK Westfalen-Lippe mit der AOK Rheinland/Hamburg.

Die Fusion der beiden NRW-Kassen werde durch die aktuellen Verhandlungen zwischen Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein in keiner Weise gefährdet, sagt der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg Wilfried Jacobs. "Die Frage ist nur, ob dann zwei oder drei Kassen zusammengehen."

Mit dem Zusammenschluss der AOK Rheinland/Hamburg und einer AOK Westfalen-Lippe/Schleswig-Holstein würde eine neue Großkasse entstehen. Sie hätte fast vier Millionen Mitglieder und sechs Millionen Versicherte.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16752)
Organisationen
AOK (7126)
Personen
Wilfried Jacobs (199)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte? KBV ist "enttäuscht"

Die Vertragsärzte in Deutschland bekommen im nächsten Jahr knapp eine Milliarde Euro mehr an Honorar. Das ist das Ergebnis der Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband. mehr »