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Barmer GEK sieht große Lücken bei der Zahnprophylaxe

Vorsorgeuntersuchungen werden bei kleinen Kindern häufig nicht wahrgenommen.

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BERLIN (dpa/chb). Kleine Kinder werden zu selten zum Zahnarzt gebracht.

Nur knapp ein Drittel der unter Sechsjährigen nimmt an der jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt teil - das geht aus dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Zahnreport 2012 der Krankenkasse Barmer GEK hervor.

Nach Angaben der Kasse liegt die Teilnahmerate bei den Kindervorsorgeuntersuchungen U5 bis U7 dagegen bei etwa 95 Prozent, bei der U8 und U9 bei 90 Prozent.

"Schäden am Milchgebiss haben später häufig Schäden der bleibenden Zähne zur Folge", erklärte der Autor der Studie, Professor Thomas Schäfer vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung in Hannover.

Früherkennungsuntersuchungen bei Kleinkindern müssten daher gestärkt werden, vor allem bei sozial schwachen Familien und alleinerziehenden Müttern.

Zahnprophylaxe hat sich etabliert

Über alle Altersgruppen hinweg scheint sich die Zahnprophylaxe aber etabliert zu haben: 2010 nahm laut Report jeder Zweite an dem Check-Up teil. Bei den 6- bis 18-Jährigen sind es sogar rund 68 Prozent.

Gleichzeitig steigen auch die Zahnarztkosten: 2011 betrugen die jährlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Behandlungen 8,39 Milliarden Euro - eine Steigerung um 11,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006 (7,67 Milliarden Euro).

Die Kosten für den Zahnersatz kletterten nach Angaben der Barmer um 18,8 Prozent von 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf 3,13 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Bei der Inanspruchnahme zahnärztlicher Leistungen gibt es zudem große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So suchten im Jahr 2010 etwa 74 Prozent aller Frauen einen Zahnarzt auf, bei den Männern waren es lediglich 66 Prozent.

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