Ärzte Zeitung, 16.05.2013

AOK Nordost

Online-Quittung zeigt Kosten an

Alle Preise für Leistungen, die über die Chipkarte abgerechnet werden, können Versicherte der AOK Nordost abrufen. So soll das Kostenbewusstsein gefördert werden.

BERLIN/TELTOW. Einen Überblick über Kosten für die ärztliche Behandlung und andere Krankenversicherungsleistungen können Versicherte der AOK Nordost ab sofort online erhalten. Eine elektronische Patientenquittung zeigt Preise für alle Leistungen, die über die Chipkarte abgerechnet wurden.

Die Krankenkasse wolle damit den Informationsgrad und das Kostenbewusstsein ihrer rund 1,8 Millionen Versicherten steigern, sagte Kassenchef Frank Michalak.

Die AOK weist zudem darauf hin, dass bei dem Online-Service für Patienten wie für Ärzte der finanzielle und organisatorische Aufwand wegfalle, der mit der Beantragung und Ausstellung von Tages- oder Quartalsquittungen beim Arzt verbunden sei.

Die elektronische Patientenquittung listet Medikamentenpreise, Kosten für Heil- und Hilfsmittel, Aufwendungen für Klinikaufenthalte, Arztbesuche, Zahnersatz, zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungen.

Sie steht Versicherten ab 15 Jahren nach einer Registrierung für die vergangenen 20 Monate zur Verfügung. Im ambulanten Bereich können die Kosten aufgrund der komplexen Abrechnungssystematik nach etwa einem halben Jahr eingesehen werden. Für die Berechnung des ärztlichen Honorars wird der bundesweite Orientierungspunktwert zugrunde gelegt. (ami)

[16.05.2013, 13:45:37]
Dr. Christoph Baumbach 
Diskrepanz Virtuelle Rechnung/tatsächlich ausbezahltes Honorar, Wo bleibt das Restgeld?
Mindestens für die ambulanten HNO-ärztlichen Kosten ergibt sich ein falsches Bild, mehrfache Inanspruchnahme des HNO-Arztes ergibt einen 3-5 fachen virtuellen höheren Abrechnungswert als dem Niedergelassenen tatsächlich ausbezahlt wird. Zur Zeit bekommt der niedergelassene HNO-Arzt 26 Euro im ganzen Quartal, auch wenn der Patient maximal 60x in die Praxis gekommen ist. Wo bleibt die Differenz dieser falschen Onlinerechnungen und dem tatsächlich ausbezahlten Regelleistungsvolumen. Wer soll bei dieser OnlineRechnung hinters Licht geführt werden? Es besteht doch eine flatratemedizin, egal was wir machen und wieviel, wir bekommen nur 26 Euro und wenn wir zuviele Patienten sehen wie bei der letzten Grippewelle, werden wir noch abgetaffelt mit 5 Euro pro Patient! Das erscheint aber gar nicht bei der AOK in der Patientenquittung, deshalb auch abrufbar im Internet ohne Korrekturmöglichkeit in der Praxis ohne Kommentierung des Praxisinhabers. Der Patient wird für dumm verkauft! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »