Ärzte Zeitung online, 25.07.2018

Psychische Krankheiten

GBA ergänzt Richtlinie zur Krankenpflege

BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege um die psychiatrische Krankenpflege ergänzt. Diese soll dazu beitragen, dass Versicherte mit einer schweren psychischen Erkrankung im Rahmen ihrer Möglichkeiten in der gewohnten häuslichen Umgebung leben können.

Indikationen sind unter anderem schwere Depression, Schizophrenie und Selbstgefährdung. Mit der häuslichen psychiatrischen Krankenpflege sollen die Patienten in die Lage versetzt werden, ihren Tagesablauf zu strukturieren und rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Umstritten war, ob auch Abhängigkeitserkrankungen in den Leistungskatalog aufgenommen werden sollen. Bei einer solchen Konstellation soll dies nur dann möglich sein, wenn häusliche psychiatrische Krankenpflege übergangsweise bis zur Aufnahme in eine stationäre Einrichtung notwendig ist. Dies bedürfe einer gesonderten Begründung. (HL)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um rund 25 Prozent. Das geht aus einer Studie der Schmerzklinik Kiel und der TK hervor. mehr »

Die Zukunft gehört der sensorischen Zuckermessung

Die Zeiten, in denen sich Diabetiker zur Blutzuckermessung in den Finger stechen, sind bald vorbei. Sensor-Messsysteme bringen neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. mehr »

Mehr ASS für schwere Patienten?

Allen Patienten dieselbe ASS-Dosis zu verordnen, scheint in der kardiovaskulären Prävention keine optimale Lösung zu sein. Es könnte sich lohnen, die Dosis an das Körpergewicht anzupassen, um verschiedene Risiken zu minimieren. mehr »