Ärzte Zeitung, 20.05.2016

Erwerbsminderung

18 Prozent müssen krank in Rente gehen

BERLIN. Fast jeder fünfte Neu-Rentner in Deutschland geht wegen gesundheitlicher Probleme in den Ruhestand. 18,4 Prozent der Neu-Rentner des Jahres 2014 bezogen eine Erwerbsminderungsrente.

Das geht aus der Antwort der Deutschen Rentenversicherung Bund auf eine Anfrage der Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann hervor, wie die "Passauer Neue Presse" berichtet.

Der Wert schwankte in den vergangenen zehn Jahren zwischen 17,3 und 21,5 Prozent. 42,1 Prozent aller Anträge auf Erwerbsminderungsrente wurden zuletzt abgelehnt.

Die Erwerbsminderungsrenten lagen im Schnitt bei 628 Euro - 664 Euro bei voller Erwerbsminderung, 368 Euro bei teilweiser Erwerbsminderung.

Beginnt die Rente wegen Erwerbsminderung vor dem normalen Rentenalter, muss man Abschläge in Kauf nehmen. Für jeden Monat beträgt dieser 0,3 Prozent, höchstens aber 10,8 Prozent.

Erwerbsminderungsrentner können auch zusätzlich Sozialhilfe bekommen. Die Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann forderte in der Zeitung eine Abschaffung der Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente. "Sie sind ungerecht, denn niemand wird freiwillig krank." (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »